Chemtou die alte Marmorstadt der Römer
Das heutige Chemtou hieß zur römischen Zeit Simitthus und ist in einem Tagesausflug von Tabarka aus erreichbar. Die Römer machten Chemtou zu ihrer Kolonie, erkannten sehr schnell welche Schätze sich dort verbargen, nämlich der begehrte gelbe Marmor. Die Steinbrüche von Chemtou hatten es den Römern angetan, so das sie sehr schnell dort große Anlagen von Marmorwerkstätten bauten, mit allem was dazugehörte. Von Unterkünften für die Verwaltungsbeamten bis hin zu Unterkünften für die Arbeiter, die ausnahmslos alle Sklaven und Straffällige waren.
Sie mußten dort hart arbeiten und wurden streng gehalten. Man könnte fast sagen, Chemtou war ein Arbeitslager der Römer. Hier wurde alles hergestellt, was man aus Marmor herstellen konnte, dann nach Tabarka gebracht und von dort aus verschifft.
Die Römer bauten auch stattliche Verbindungswege, um den Transport des begehrten Marmors zu industrialisieren. Geschichtlich nimmt man an, das dies schon etwa im 5.Jhd. v. Chr. geschah.
Das geschah unter der Herrschaft des Numidenkönigs Massinissa. Sein Sohn Micipsa ließ sogar später eine heilige Stätte aus Marmor für seinen Vater bauen. Diese Heiligenstätte wurde Colonia Iulia Augusta Numidia Simithhu genant.
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Im Zuge der römischen Herrschaftsbesetzung wurde der Abbau des Marmors im großen Umfang schon fast industriell betrieben.
Zwischen der Stadt und den Steinbrüchen war eine große Begrenzungsmauer, so das ein abgeschlossener Bezirk um die Steinbrüche entstand. Es gab Verwaltungsgebäude, im westlichen Teil, in sich abgeschlossene Werkstätten inm Osten. hier gab es kein Entrinnen, denn alles war wie hermetisch abgeriegelt, weil dort in den Werkstätten überwiegend römische Strafgefangenen schuften mußten. Den Arbeitern wurden lediglich harte aus Stein bestehende Podest zum Schlafen zur Verfügung gestellt. Schäbige und schmutzige latrinen dienten für die Notdurft.
Meist endete die Arbeit der Zwangsarbeiter mit deren Tod durch die ungesicherte Arbeit und die große Unfallgefahr, der sie ständig ausgesetzt waren.
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