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Flora - Pflanzenwelt

Abbildung: Korkeiche -

Die Flora- oder die Pflanzenwelt im Norden von Tunesien ähnelt sehr dem des Mittelmeerklimas. Typische Wüstenvegetation, wie man sie normalerweise für Tunesien erwarten würde wird man vergeblich suchen.

Bedingt durch die großen Waldgebiete, vor allem die berühmten "Korkeichenwälder" bei Ain Draham, oberhalb von Tabarka gelegen sind einen Ausflug wert. Noch heute gibt es einen großen Anteil an der Korkproduzierenden Industrie.

Bäume

Die meisten Wälder gibt es im Nordwesten des Landes, besonders in den Kroumirie Bergen gibt es zahlreiche Korkeichen, Wacholderbäume, Akazie, Erdbeerbäume, Aleppokiefern und Gewürzlorbeer.

Wie schon erwähnt sind die Koreichenwälder berühmt und absolut sehenswert.
Wacholder ist uns gut bekannt durch die Wacholderbeeren, der Erdbeerbaum wird allerdings in erster Linie so genannt, weil seine Blütenstauden Erdebeerfarben sind. Es wachsen keine Erdbeeren am Baum.
Die Aleppokiefer finden man in erster Linie in den höher gelegenen Bergregionen. Die Akazie kennen wird vom Akazienhonig. Dieser wird ja auch reichlich, übrigens in sehr guter naturbelassener Form, fast immer an den Straßen angeboten. Ein Kauf lohnt sich. Das Aroma können Sie hier nicht kaufen.

Ebenfalls lohnt ein ganz besonderes Mitbringsel, welches wir vom Hoteldirektor unseres damaligen Hotels geschenkt bekommen haben. "Ein Gewürzlorbeer aus Ain Draham". Den haben wir uns vor einigen Jahren selber mitgebracht, und er erfreut sich bei uns draußen im Garten besten Wachstum (Papenburg/Norddeutschland). Die Küche, der Braten und der Gaumen freut sich ebenfalls über den frischen Lorbeer. Ein Blatt genügt, er ist ja frisch und nicht vergleichbar mit den staubtrockenen "Ich weiß nicht was drin ist Tüten".

Andere Pflanzen

In Strand oder vegationsärmerer Gegend findent man aber auch die typische Steppenvegetation mit Akazienbüschen, Feigenkakteen, Sträuchern, Wildgräsern und dem Espartogras. Dieses wurde im 19. Jahrhundert für die Papierherstellung entdeckt und hat sich auf diese Weise unentbehrlich gemacht. Das auch unter dem Namen Halfagras bekannte Gras hat 90 cm lange, zylindrische und halmähnliche Blätter, die schon lange vor der Entdeckung des Grases zur Papierherstellung zur Flechtarbeiten verwendet wurden.

Nutzpflanzen

Die wichtigsten Nutzpflanzen Tunesiens sind Oliven- und Dattelbäume. Dattelbäume werden vor allem in den Hotelgärten kultiviert, da die meisten Touristen Tunesien mit Palmen verbinden. Die Dattelpalme ist irgendwann einmal nach Tunesien eingeführt worden und wird heute in erster Linie in den Oasen kultiviert.

Zu den wenigen Gewürzen, die sich in Tunesien behauptet haben, gehören u.a. Lavendel, Thymian, Minze und Myrthe. Im Norden soll es auch Weinberge geben. Auch der Wein ist nicht durch Tunesien selbst ins Land gekommen. Sondern durch die die Besetzung der Römer.

Lavendel brauchen wir nicht zu erklären, die Wirkung ist bekannt.

Thymian ist uns wohlbekannt aus der Küche. Ein guter Thymiantee beruhigt und löst den Husten.

Minze... Ja die gute alte Pfefferminze. Das Traditionsgetränk der alten Berber. Frische getrocknete Minze gemischt mit schwarzem Tee und viel Zucker, richtig aufgekocht im Topf oder auf offenen Feuer in der Berberkanne.....

In jedem maurischen Cafe bekommen Sie sehr guten Tee. Den besten Tee bekommt man im Cafe Andalus, auf welches ich bei Ausflugszielen Tabarka Stadt gesondert eingehe.

Der tunesische Pfefferminztee wächst bei uns im Garten sehr gut, übersteht auch den dicksten Frost und bei gutem sommerlichen Wetter bei Sonnenaufgang gepflückt bis Sonnenuntergang getrocknet.

Myrthe ist für seine ätherischen Essenzen bekannt und traditonsgmäß kennen wir Myrthe von Brautschmuck.....als Glücksbringer.

Die Duftgeranie, die man eigentlich in allen Hotelgärten findet, sollte man sich nicht entgehen lassen, sich Ableger vom Gärtner mitgeben zu lassen. Warum stehen wohl fast immer auf den Tischen der Restaurants kleine Vasen mit der zitronenartig durftenden Geranie?

Weil diese Sorte der Duftgeranie alles Fliegen, Mücken und sonstiges Getier von den Lebensmittel fernhält,und dadurch gleichzeitig zur Einsparung von Insektenschutzmitteln beiträgt.